Wie Sika Australien aufgrund der Parex Akquisition das Produktions- und Lagerhauskonzept perfektionierte.

Die Produktivit?t zu steigern, geh?rt zu den Grundaufgaben eines Managers. Doch in diesem Fall waren die Vorgaben an Adam Sharp h?her als üblich: Der General Manager Sika Australien sollte nicht bloss einzelne Anlagen optimieren. Vielmehr galt es, zusammen mit der Akquisition von Parex, die gewachsenen Strukturen in der M?rtelproduktion im ganzen Land effizienter zu machen und die Abl?ufe zu vereinfachen. ?Das war besonders anspruchsvoll, weil die Anlagen zum Teil mehrere tausend Kilometer auseinanderliegen. Und weil die Rohmaterialien, die wir bei der Herstellung von M?rtel einsetzen, je nach Gegend variieren ?, sagt Adam Sharp.

Nach der Einführung des Effizienzsteigerungsprogramms und der erfolgreichen Integration der Aktivit?ten von Parex steht fest: Das Team von Sika Australien hat die hochgesteckten Ziele erreicht, zum Teil sogar übertroffen. Die Produktionskosten liegen nun 10% tiefer. Das ist eine markante Verbesserung bei einem Produkt, das in sehr grossen Mengen hergestellt wird. Gleichzeitig wurde der CO2-Ausstoss pro Tonne M?rtel im ersten Jahr um 5% gesenkt.

V?llig neue Abl?ufe

Ein hochmotiviertes Team und die Expertise über s?mtliche Prozesse sind die Basis, um das Programm zur Effizienzsteigerung mit Erfolg umzusetzen.
Image: Ein hochmotiviertes Team und die Expertise über s?mtliche Prozesse sind die Basis, um das Programm zur Effizienzsteigerung mit Erfolg umzusetzen.

Um solch grosse Fortschritte zu erzielen und sowohl die Effizienz als auch den ?kologischen Fussabdruck zu verbessern, waren grundlegende Anpassungen erforderlich. ?Wir haben alle unsere Aktivit?ten von Grund auf neu organisiert?, fasst Adam Sharp den Ansatz zusammen. ?Heute stehen die Produktionsanlagen genau dort, wo unsere Absatzm?rkte sind, und zwar mit der passenden Kapazit?t.? In jeder der vier Millionenst?dte Brisbane, Sidney, Melbourne und Perth betreibt Sika nur noch je eine M?rtelfabrik. In Sidney wurde eine neue Fabrik mit Produktionslinien für Spezialm?rtel und für M?rtel im Mengengesch?ft gebaut. Im Gegenzug wurden vier Anlagen aufgegeben. Und auch die Zahl der Lagerh?user wurde reduziert, was viel effizientere Materialflüsse erm?glicht.

"Jetzt sind unsere Produkte genau dort verfügbar, wo sie die Kunden ben?tigen, zum richtigen Zeitpunkt und in der richtigen Menge." Adam Sharp, General Manager Sika Australien

Auslastung steigt, Energieverbrauch sinkt

Dank optimierter Logistik sind die Sika Produkte immer genau dort, wo sie die Kunden ben?tigen, zum richtigen Zeitpunkt und in der richtigen Menge.
Image: Dank optimierter Logistik sind die Sika Produkte immer genau dort, wo sie die Kunden ben?tigen, zum richtigen Zeitpunkt und in der richtigen Menge.

Dank der Konzentration der Aktivit?ten an den optimalen Standorten konnte die Auslastung der Fabriken innerhalb eines Jahres von 45% auf 67% gesteigert werden, mehr als ursprünglich geplant. Das wirkt sich unmittelbar auf die Produktionskosten aus. Weil Sika weniger Fabriken betreibt und die einzelnen Anlagen aber mehr produzieren, ist der Energieverbrauch pro Tonne M?rtel um 10% gesunken.

Darüber hinaus wurden in einem weiteren zentralen Punkt wesentliche wirtschaftliche und ?kologische Verbesserungen erzielt. Die Menge an M?rtel, die per Lastwagen, Bahn oder Schiff zwischen den verschiedenen Standorten transportiert wird, liess sich um über 85% verringern. Damit sind die ursprünglichen Erwartungen deutlich übertroffen worden. Heute werden nur noch besonders hochwertige Spezialm?rtel über gr?ssere Distanzen bef?rdert, alle anderen M?rtelprodukte produziert jede der vier Fabriken ausschliesslich für den umliegenden Grossraum.

Laufende Senkung der Betriebskosten im Konzern

Die Klebstoffproduktion im Sika Werk Düdingen in der Schweiz ist vollst?ndig automatisiert – von der Bereitstellung der Ausgangsstoffe über die Produktion und das Abfüllen des fertigen Endprodukts in Kartuschen, bis hin zur Verpackung und Palettisierung der Kartuschen.
Image: Die Klebstoffproduktion im Sika Werk Düdingen in der Schweiz ist vollst?ndig automatisiert – von der Bereitstellung der Ausgangsstoffe über die Produktion und das Abfüllen des fertigen Endprodukts in Kartuschen, bis hin zur Verpackung und Palettisierung der Kartuschen.

Sika forciert in allen Regionen Programme, um die betriebliche Effizienz zu steigern. Jedes Jahr sollen die Betriebskosten um einen halben Prozentpunkt reduziert werden. Dazu setzt das Unternehmen an allen Bereichen der Wertsch?pfungskette an, angefangen bei Beschaffung und Produktformulierungen über Produktion und Logistik, bis hin zu Vertrieb und Verwaltung. Beim Einkauf hat Sika weltweit über 1’700 Projekte identifiziert, die Einsparungen erm?glichen. Beispielsweise setzt Sika bei der Entwicklung von Verpackungen auf Standardisierung und Wiederverwertbarkeit, um Kosten und Ressourcen zu sparen.

Sika nutzt gezielt die Vorteile der Automatisierung, um Abl?ufe zu beschleunigen und Kosten zu senken. In der Produktion und im Verpackungsbereich kommen vermehrt Roboter zum Einsatz, in Lagerh?usern transportieren autonome Fahrzeuge die Ware. Ganz konsequent wird dies in Düdingen in der Schweiz umgesetzt, wo die modernste Produktionsanlage von Sika betrieben wird. Hier werden Hochleistungsklebstoffe vollst?ndig automatisiert hergestellt. Grosses Potenzial bietet auch die Anpassung der Produktformulierungen. Weltweit sind Expertenteams im Einsatz, um die Anzahl der über 20’000 verwendeten Rezepturen mit verschiedenen Methoden zu reduzieren.

All diese Initiativen tragen massgeblich dazu bei, dass Sika die Produktivit?t laufend verbessern kann. Und auch die Umwelt profitiert, denn so werden Energie und Rohmaterialien eingespart und Abf?lle verringert.

Best-Practice als Massstab

Sika verbessert die betriebliche Effizienz konzernweit. Schritt für Schritt wird in den n?chsten Jahren die Wertsch?pfungskette an allen Standorten optimiert. Sika Australien und die Produktionsanlage im schweizerischen Düdingen sind konzernweite Best-Practice-Beispiele, an denen sich die Teams orientieren, die im gesamten Unternehmen Effizienzsteigerungen realisieren. Dabei sind die Erkenntnisse gültig, die Adam Sharp aus dem Projekt in Australien gezogen hat.

"Es gilt, die richtigen Leute mit der passenden Expertise zusammenzubringen und aus allen verfügbaren Informationen Schlüsse zu ziehen, die konsequent umgesetzt werden müssen. Das gelingt nur mit einem hochmotivierten Team." Adam Sharp, General Manager Sika Australien
Verbesserung der gesamten betrieblichen Effizienz
Die neue M?rtelfabrik von Sika in Sidney, Australien: Die moderne Anlage l?uft hoch effizient und die Umweltemissionen konnten stark reduziert werden.
Image: Die neue M?rtelfabrik von Sika in Sidney, Australien: Die moderne Anlage l?uft hoch effizient und die Umweltemissionen konnten stark reduziert werden.
Roboter machen den abgepackten M?rtel für den Weitertransport bereit. Die vollautomatisierten Abl?ufe sorgen für geringere Betriebskosten.
Image: Roboter machen den abgepackten M?rtel für den Weitertransport bereit. Die vollautomatisierten Abl?ufe sorgen für geringere Betriebskosten.